Ausgewählte Merkmale (Schülerergebnis 2007)

Als Industrieland bezeichnet man einen Staat oder eine Nation, die beträchtlichen Fortschritt im sozialen und wirtschaftlichen Bereich gemacht hat. Die Wirtschaft ist nicht mehr agrarisch orientiert, sondern in der Regel abhängig vom Dienstleistungssektor und der Fertigungsindustrie. Nach der Auflösung agrargesellschaftlicher Sozialformen herrschen sozialgruppen-spezifisch differenzierte und urbanisierte Ver-haltensweisen vor. Industrieländer weisen im Allgemeinen niedrige Geburtenraten auf und bieten der Bevölkerung gute Bildungsmöglichkeiten und eine sehr gute medizinische Versorgung.

 

Schwellenländer:

Gruppe von Staaten, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft nicht mehr zu den Entwicklungsländern gezählt werden, aber auch noch nicht zu den Industrieländern gerechnet werden können (engl. = Newly Industrialized Countries, NIC). Es gibt keine einheitlichen Kriterien zur genaueren Bestimmung, welche Staaten zu den S. gehören (Angaben schwanken zwischen 10 und 29); über sehr dynamische Ökonomien verfügen z.B. Brasilien, Malaysia, Mexiko, Singapur, Süd-Korea, Taiwan und Thailand.

Konsensmerkmale beachten.

 

Entwicklungsländer: Sammelbegriff für Länder, deren wirtschaftlich-technischer Entwicklungsstand und der damit verbundene (soziale) Lebensstandard (sehr) niedrig ist. Der Begriff stammt aus den fünfziger Jahren und beurteilt den Entwicklungsstand (u.a. hohe Analphabetenquote, hohe Arbeitslosenquote, mangelhafte Infrastruktur, Monokultur, mangelhafte Kapitalausstattung) und den Lebensstandard (Massenarmut, Unterernährung etc.) der E. aus Sicht der Industrienationen.

Heute verwendet man auch die Bezeichnung:

In Entwicklung befindliche L.