Zur Methode der Geoökosystemanalyse:
Die Auseinandersetzung mit
Fallbeispielen im Thema „Geoökosysteme- Ausstattung und Nutzungsprobleme“
gelingt nur über die
Methode der Geoökosystemanalyse,
die verbindlichen Charakter im 1. Kurshalbjahr der Qualifikationsphase hat.
Fachwissenschaftlicher
Ansatz zur Schrittfolge der GÖS-Analyse:
-
Geographischer Raum, in dem
das GÖS vorhanden ist, identifizieren, abgrenzen. System benennen und
einordnen (übergeordnetes und untergeordnetes System)
-
Geofaktoren erfassen und
beschreiben, Verflechtungen zwischen ausgewählten Geofaktoren vorstellen.
Kausal verkettete physisch-geographische Abhängigkeiten bilden und biotische
Lebensvorgänge einordnen. Funktionstüchtigkeit des GÖS nachprüfen.
-
Vorhandene Stoffkreisläufe
und Energieflüsse erkennen und kennzeichnen.
-
Sozioökonomische Funktionen
und Beziehungen der Menschen zu diesem bzw. in diesem GÖS erkennen und
herauskristallisieren.
-
Reaktionen der miteinander
verflochtenen Geofaktoren auf Punkt 4 erkennen und veränderte Stoff- und
Energieflüsse sowie das Neuanstreben des Fließgleichgewichtes diskutieren.
-
Visualisierung der
Vernetzung physisch-geographischer Abhängigkeiten, biotischer Lebensvorgänge
und der Funktionen und Beziehungen zum Menschen.
-
Übertragung auf andere
Systeme gleichen Typs
Didaktisch reduziert auf die
Methode der geoökologischen Systemanalyse im Kurs 1: (vgl. RRL Gymnasium,
Geographie, Schuljahrgänge 5-12, Sachsen-Anhalt, Seite 27)
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Geofaktoren des Systems
erfassen und beschreiben
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Stoff- und Energiefluss
kennzeichnen
-
Beeinflussende Natur- und
Humanfaktoren darstellen
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Auswirkungen auf das System
charakterisieren
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Wechselwirkungen zwischen
den Elementen aufzeigen sowie auch mithilfe von Schemata bzw. Modellen
visualisieren
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Regelhaftigkeiten ableiten
und ggf. auf andere Systeme übertragen
Vereinfacht und
anforderungsbezogen müssten die Schülerinnen und Schüler folgende grundsätzliche
Vorgehensweise bei der Behandlung von
Geoökosystemen beachten:
Methodenschrittfolge
für eine Geoökosystemanalyse:
AFB
I:
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Räumliche Orientierung
bzgl. des Fallbeispiels
-
Beschreibung der für das
GÖS relevanten Komponenten des Naturraumes
AFB II:
-
Verdeutlichung von
Kausalbeziehungen zwischen den Geofaktoren des Systems
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Analyse der Beziehungen
zwischen Mensch und Naturraum
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Analyse der Folgen des
anthropogenen Eingriffs auf das System
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Visualisierung in einem
graphischen Beziehungsgeflecht
AFB III:
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Bewertung der Ergebnisse
der Analysetätigkeit
-
Blick in die Welt –
Übertragung der Ergebnisse auf Systeme gleichen Typs – Einbeziehen der eigenen
Person unter den Aspekten einer nachhaltigen Denkweise
© Fachbetreuer Sedelky,
10-10-2003 (ergänzt 10-09-2005, 24-10-2005, 06-11-2006, 24-10-2007)